Donnerstag, 14. Juni 2012

Liebeserklärung an "Indie Game: The Movie"



Ach! Seufz! JA!!! Wie schafft man es einen Text über "Indie Game: The Movie" zu schreiben und dabei nicht emotional zu werden? Wie schafft man es, ihn nicht emotional zu beginnen? Ihn nicht wenigstens emotional zu beenden? Wie soll das gehen? Haben diese Menschen, den selben Film gesehen wie ich? Haben sie vielleicht ein rein wissenschaftliches Interesse daran? Das könnte ich nachvollziehen, aber so: Schleierhaft. Mir. Absolut. Denn:

Oh! Also ich kann nicht anders diese abgefilmte Liebeserklärung an die Leidenschaft mit einem "ach" zu beginnen. Mir scheint, Es geht doch nur vollkommen oberflächlich um Indiespiele. Noch oberflächlicher geht es um die Entwicklung von Indiespielen. Wahrscheinlich würde man bitter enttäuscht werden, wenn man diesen Film mit dem Vorsatz "etwas lernen" genießt. Man würde schimpfen und jammern und die Umschreibung "Dokumentation" verteufeln und gegen "subjektiver Hipsterkram" austauschen wollen. Dann würde man den Film vergessen, sich National Geographic anwerfen und zufrieden in das eigene Ruhekissen sinken.

Hach! Dabei zeigt uns dieser Film doch einfach nur die liebevoll anmutende Verrücktheit von Menschen, die rein zufällig Spiele entwickeln und die rein zufällig auch noch Erfolg damit haben. Sie geben ihr Leben für ihre Spiele (Babies) und dies ist im Falle von Phil Fish sogar wörtlich zu nehmen. Sie vergöttern etwas und frönen dieser Liebe. Auf sehr selbstzerstörerische Art und Weise. Dass sie sich dessen bewusst sind, dass sie sich selber in einer Aussenseiterrolle sehen und sich selber so positionieren, macht sie nur noch sympathischer.

Ach! Menschen, die sich für ihre Leidenschaft aufopfern scheinen uns oft zu imponieren. Natürlich, das ist nichts Ungewöhnliches. Sie zeigen uns eine Welt auf, in die wir selber keinen Einlass haben. Vielleicht haben wir nicht den Mut, nicht die Kraft, nicht das Know-How, um alles hinzuschmeissen und das zu tun, was wir WIRKLICH wollen. Vielleicht wissen wir noch gar nicht, was WIRKLICH wollen? Diese Entwickler wissen es und sie tun es und wir finden das bewundernswert. Nein, ich finde das bewundernswert und alle anderen Menschen verstehe ich nicht.


Aber oh! Diese Jungs haben wirklich großes Glück. Sehr großes. Sie leben in einer Zeit, in der sie es schaffen können mit ihrer großen Liebe am Ende tatsächlich Geld zu verdienen und sogar reich zu werden. Ich musste an Franz Kafka denken. Ebenfalls ein Mann voller Gefühle, Leidenschaften und Hingabe an seine kreative Arbeit. Düster und schwer. Er hatte keinen nennenswerten wirtschaftlichen Erfolg. Und so wie ihm, ergeht es Hunderten und Tausenden und allen anderen ungenannten Kreativen, die ich jetzt nur erwähne, weil sie sich stilistisch so schön in meinen Satzbau reihen.

Und hachja! Wieviele kleine Programmierer gibt es, die mit ihrer Arbeit keinen Erfolg haben? Wieviele sitzen jahrelang an ihrer Arbeit und ihnen fehlt das nötige Quäntchen Glück und vielleicht die nötigen Kontakte oder  der richtige Kontinent zum Leben? Dennoch: Wahrscheinlich gönnt man es niemandem so sehr wie Phil Fish, der mit FEZ unglaubliche Verkaufszahlen feiern konnte. Er ist sympathisch, selbstzerstörerisch und in einem anderen Jahrhundert definitiv nicht überlebensfähig.

FEZ alias Phil
Zuletzt. Natürlich könnte ich jetzt noch langweilige Fakten hier reinstreuen. Zum Beispiel hat Jim Guthrie den sehr war ja klar emotionalen und tollen stimmungsvollen Soundtrack verfasst. Fakten Ende. Gähn.

Ich glaube, entweder man fühlt diese emotionale Achterbahn und lässt sich mitreissen (natürlich muss man  gerührt sein weinen , wenn Edmund McMillen erzählt, er hoffe er könne vielleicht einen kleinen Jungen genauso beeinflussen, wie er damals von seinen Spielen beeinflusst wurde) oder man langweilt sich bei der sehr artsy gehaltenen "Dokumentation" über vier Typen, die auch mal so Indiespiele machen und deren Arbeitsalltag nur ansatzweise dargestellt wurde.

Ach! Sagte ich schon ach?

http://buy.indiegamethemovie.com/


Dienstag, 5. Juni 2012

Mein E3 2012 "Press Conference" Fazit

Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gangstarap Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Brüste  Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Brüste Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt+Brüste (Tomb Raider) Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Sportspiel (gähähähän) Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Zombies natürlich mit: Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Epilepsiewarnung: Rayman Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Hot Pants Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Hüpfende Eichhörnchen (Assassin's Creed) Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt blutige Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Brüste Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt Gewalt


Ich fasse also zusammen:

+



"Danke" E3! ♥♥♥


Mittwoch, 30. Mai 2012

Wer bist du, was machst du und warum Twitter?

Blick hinter die Twitterkulissen


"Toll!", "Super", "Vollhonk", "Soso...", "Tussialarm", "Sexsüchtig", "Möchtegern", "Faszinierend", "Lügner", "Beneidenswert intelligent", "Unterfollowert", "Yummi!"

Nein, das sind nicht die üblichen Beschimpfungen die ich im Laufe meines Tages so an den Kopf geworfen bekomme. Die sind heute gar nicht das Thema und lassen mich sowieso nur weinen. Das sind alles lediglich Gedanken, die ich über meine Twitterer schon einmal hatte, mehrfach hatte und notfalls bestimmt einmal haben werde. Seit 2008 twittere ich nun mit garantierter Willkür regelmäßig und immer wieder begegne ich Menschen, die sich auf irgendeine obige Art und Weise beschreiben lassen. Ich liebe das!

Es ist ich finde es einfach unglaublich faszinierend, was für Menschentypen sich hinter den jeweiligen @s verstecken. Wobei verstecken das falsche Wort ist, vielmehr wird auf Twitter ja oftmals nur eine andere verräterische obszöne Seite gezeigt. Besonders spannend finde ich mögliche Diskrepanzen zwischen Twitter-Ich und Welt-Ich. Natürlich sind diese medial bedingt und zwangsläufig, da die Schrift ganz andere Anforderungen an uns stellt, als das gesprochene Wort. Geschenkt. Natürlich möchte ich das auch nicht werten. Das Twitter-Ich ist genauso "wahrhaftig" wie das Welt-Ich. Beispielsweise mag oder nichtmag ich mein Twitter-Ich ebenso wie mein Real-Ich, denn nur zusammen ergibt es dieses teils normale, teils absturse, teils liebevollgrausame Gesamt-Ich.

3 Twitterer, wöchentlich vorgestellt, handverlesen und retweetet


Und daher, präsentiere ich Ihnen, NUR heute, drei von mir persönlich auserwählte Twitterer, die ich unter Androhung größerer Sanktionen und wüsten Beleidigungen freundlich gefragt habe, ob sie mir nicht für ein Mini-Mini-Interviewchen zur Verfügung stehen würden. Ich möchte einfach gerne spannende, interessante, lustige, verrückte oder wie auch immer geartete Personen vorstellen. Diese haben eine Begrenzung von 3-5 Tweets erhalten, um mir folgende Frage zu beantworten:

Wer bist du, was machst du und warum Twitter?

*trommelwirbel tusch tusch tusch*

1. @mykke_ 




Follower: 2.275
Folgt: 650
Tweets: 43.705 (!)

Wer bist du, was machst du und warum Twitter?
Ich bin Büchernerd, studiere Germanistik und bin bei Twitter gelandet, um Babyfotos der Familie anzuschauen – und euretwegen geblieben. ;-) 

Ich mag Twitter, weil es schnell ist, man kann sich Pointen um die Ohren hauen oder Exzerpte von Diskursen, Ereignissen, Debatten aufnehmen.

Und man trifft hier auf eine Menge spannender Leute mit spannenden Ideen, die einem ohne die Geschwindigkeit dieses Mediums entgangen wären.  

Twitter ist unfassbar unterhaltend für jeden, der sich mit Text auseinandersetzt, und es ist mein Lieblingsroman mit vielen Autoren. :-D 

Kommentar: @mykke_ ist quasi der Rageaccount eines Rageaccounts von Klaus Kinski. Sie ist sehr politisch, hat zu vielem (allem) eine Meinung und hat keine Hemmungen diese jedem vorzustellen, der nicht bei 3 auf den Entfollowbutton drückt. Sehr passend finde ich ihre mir gegebene Antwort, denn sie drückt genau das aus, wofür Myko meiner Meinung nach steht: Sachen um die Ohren hauen. :) Teile nicht immer ihre Meinung (!), bewundere aber ihre Engagiertheit. Und sollte @mykke_ euch wegen eines Themas einmal Direktnachrichten senden, kann das ganz schnell so aussehen: 
  Myko hat eine Meinung.

 


 2. @DerAbbrecher






Follower: 205
Folgt: 185
Tweets: 8.316

Wer bist du, was machst du und warum Twitter? 
  
Na dann :) Laut Bio heisse ich Ηείκο und lebe in Freiburg, bin Familienvater und im Marketing eines IT-Unternehmens. Daher
das zunächst berufliche Interesse an Twitter ("Was soll das eigentlich?"). Wollte mir das dann aber erst mal privat ansehen.
Auf die Frage, was das eigentlich soll, habe ich immer noch keine Antwort, aber hier sind eine Menge interessanter Menschen.


Kommentar: Ich weiß nicht mehr genau, wie ich auf @DerAbbrecher aufmerksam geworden bin oder er auf mich. Allerdings weiß ich noch sehr genau, wie ich mich gefragt habe: "Wer zum Teufel nennt sich denn "Der Abbrecher"? Hat er die Uni geschmissen? Anarchist? Wtf?" Garniert mit Sonnenhut und Spiegelsonnenbrille auf dem Profilbild, ergab das den Eindruck einer lustigen, sich selbst nicht ernst nehmenden Person. Nach diesen Vorurteilen Vorerwartungen war die Antwort auf meine Interviewfrage nicht das, was ich als armes Würstchen erwartet hätte. Familienvater und Marketing...BÄM! Das hat mein Bild gesprengt! :-) Die vermeintliche Kluft zwischen Twitter und Welt, ist vielleicht einfach keine. Und zudem glaube ich, die wenigstens von uns wissen, was Twitter eigentlich soll, aber das man interessante Menschen trifft, sehe ich hier einmal wieder bestätigt.



3. @RottenHedgehog


Follower: 199
Folgt: 157
Tweets: 1.840


Wer bist du, was machst du und warum Twitter? 

Hallo! Ich bin Jana, selbsternannter "verfaulter Igel" und Spieleentwickler. Zusammen mit Friedrich habe ich RAT KING gergündet.

Wir machen geile Spiele, die aber komisch aussehen. Also die besten Spiele, die keiner spielt.

Außerdem halten wir eine Horde Ratten - für schlechte Zeiten. Winter is coming!

Daher der Name. Damit können wir uns identifizieren. Indie Entwickler halt:  

Und Twitter...örm. Hab ich vergessen. Twitter vergisst auch. Das ist gut, man kann sich hier alles erlauben! Fällt gar nicht auf. Manchmal..

Kommentar: Jana ist mir durch meinen Blogartikel zu Frauen und Games und Medien und so über den Weg gelaufen. Sie hatte dazu einen ausführlichen und durchdachten Kommentar verfasst und als Spieleentwicklerin, muss sie sich sicherlich auch mit dem ein oder anderen Vorurteil rumschlagen. Man merkt natürlich die Unternehmerin in ihr, Twitter ist auch eine Möglichkeit, ihre Spiele bekannt zu machen. Eine Mischung aus Privat und Beruflich, wobei ich auch hier nicht sagen kann, ob man das überhaupt noch so trennen darf/soll. Die "die besten Spiele, die keiner spielt." Phu, ein etwas trauriges Fazit, ich wünsche den beiden sehr, dass sich das bald ändert! Übrigens könnt ihr "Pitman" auch auf Kongregate probespielen oder gleich alles im hauseigenen Shop für nen Appel und ein Ei (oder auch zwei?) kaufen. Spannend fand ich auch ihren Blogeintrag zu der Entstehungsgeschichte zu The Sun Is Deadly. Für mich als 08151337 Konsumentin ist es spannend einen, wenn auch kleinen, Blick hinter die Kulissen zu werfen. Nur das mit den Ratten... Hm, ist das wie mit Ponys? ;)
Und dass Twitter vergisst, ist oft wahr und das tollste überhaupt! Volle Zustimmung. 



Diese "Rubrik" möchte ich gerne regelmäßig weiterführen. Solltest du armer Irrer dich freiwillig meiner knallharten Frage- und Ausquetschtechnik stellen wollen, bitte melde dich da so: @Scheinprobleme. Dankeschön ♥♥♥



Dienstag, 29. Mai 2012

Evolution macht süchtig

Hach, Evolution ist schon eine feine Sache oder? Kleine putzige Zellen die zu kleinen putzigen Dingen werden, die dann wiederrum andere kleine putzige Dinge fressen.

Nein, Evolution ist vielleicht doch nicht die Krönung der Schöpfung und beileibe ist sie es auch nicht in diesem Spiel "Huma Evolution". Es ist einfach nicht schön, die Musik ist irgendwie nervig und das Prinzip ist so alt wie gewöhnlich. Sidescrolle dich durch die Evolution, sammele DNA und entwickele dich weiter.

Habe mir rot essentielle Hilfen hinzugefügt, für alle deren Evolutionssprung noch nicht allzu lange her ist. Bitteschön <3


Und doch musste ich 10 Minuten investieren, um es zu Ende zu spielen. Und doch hat es irgendwie süchtig gemacht. Man darf doch nicht stehen bleiben, man möchte sich doch gerne weiterentwickeln! Man möchte sehen, was als nächstes kommt. Wenn ich sehe, wie leicht ich auf diese Masche des "immerweiter" hereingefallen bin, glaube ich, der Mensch hat entwicklungstechnisch noch Luft nach oben! Da geht noch was bei uns!

Wir sind ja so manipulierbar...

"Human Evolution" auf Kongregate

Montag, 14. Mai 2012

Diablo 3 from hell to me #1

Es traf mich heute völlig unvorbereitet. Der Diablo 3 Release Termin sollte nun tatsächlich morgen wahr werden. 15 Mai oder sowas, Daten spielen ab morgen ja eh keine Rolle mehr. Wer konnte das nach all' den Jahren ahnen? Machten die Blizzard Typen jetzt doch ernst? War die Beta nicht nur dazu da, um die Patch-Server von Blizzard auf Volllast zu bringen und so die Bilanzen zu schönen? Wirklich morgen? Echt jetzt? Jetzt aber hurtig, schnell irgendwo eine Version aufgabeln, es kam schließlich sehr unerwartet und ich hatte doch keine Zeit. Ich stöberte im Internet nach einem möglichen Mitternachtsverkauf, denn spontan überkam mich der Gedanke Zwang , dass ich ja wirklich noch unbedingt die Collectors Edition haben muss. Wirklich dringend! So ganz ernsthaft, warum weiß ich selber nicht genau... aber das macht für den bescheuerten wahren Enthusiasten auch keinen Unterschied. Leider keine Verkäufe in Stuttgart und Umgebung.

Nachdem ich dann heute fleissig an der Uni ... äh zugehört habe, stürmte ich also zum MediaMarkt,

um mich mal in der hiesigen Frauenzone bezüglich verfrühtem Verkauf umzuhören. Offiziell war es ja unter Androhung der lebenslangen Internetkappung verboten, das Spiel vor dem 15 Mai (ich glaube 2012 oder so) zu verkaufen. Ich hatte ja die wage Hoffnung, sie würden in der Frauenzone Diablo 3 schon eher verkaufen, da die Frauen ja bekanntlich viel länger beim Installieren brauchen... Mediamarkt Stuttgart hat mich aber enttäuscht, die haben hier gar keine Frauenzone!!! Entrüstet verließ ich den Laden. Nie wieder werde ich meine pinken Festplatten dort kaufen. 

Dann kam mir Saturn in den Sinn. Die haben zwar bekanntlich keine Frauenzone, aber man kann ja nicht alles haben. Als ich da so durch den Laden vegetierte und nach einem ansprechbaren Verkäufer Ausschau hielt (ich bewegte mich langsam und vorsichtig, diese putzigen Kerlchen sind ja bekanntlich sehr scheu), hörte ich ein Telefonat eines dieser seltenen Exemplare mit an:
"Ja, kam grad ne Mail rein. Ja, heute schon verkaufen. Amazon hat bereits verschickt wir dürfens verkaufen." Erst jetzt bemerkte ich vor dem Kerlchen einen riesigen Haufen! Ich würde für einen schlechten Witz nie so tief sinken. Ich bemerkte also einen Haufenberg von Diablo 3 Spielepackungen und schaute zu dem Verkäufer runter. Er blickte irritiert zurück. Sehr irritiert.
"Oh, hatte ich ihn etwa angestrahlt und er denkt fälschlicherweise ich will ihn anbaggern? Ohohoh......"
Sofort verfinsterte sich aus Selbstschutz meine Miene und ich sagte mit meiner unglaublich sonoren Baal-Stimme: "Äh.. *stotter* also.. ja hab ich das richtig gehört? Also, Diablo 3 ja? *räusper* Sie dürfen jetzt schon verkaufen?"
Er sagte nichts. Guckte aber weiter. (Man konnte der gucken!). Dann, mit einer ruckartigen Bewegung drückte er mir eine Diablo3 Packung in die Hand. Ich nahm sie verdattert an. Pause. Stille. Ich gucke zurück. Dann klebte er noch das Preisschild drauf. Er guckte weiter. Ich grinste. Aber Moment mal! Ich war doch wegen der Collectors Edition hier will der mich verscheißern? Stinkwütend fragte ich säuselnd:
"Entschuldigung, aber habt ihr vielleicht auch die CE hier? *blinzelzwincker*"
"Jap!"
Mit der selben ruckartigen Bewegung zückte er dieses Monsterpaket hinter dem Tresen hervor. Ich glaube mittlerweile hatte er Angst vor mir. Ich, innerlich so: ("JAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA")
und äußerlich:
"Soso, ja hm interessant... und was soll das bitte kosten? Aha ja... danke, ich überlegs mir, ich halt die Packung nur mal eben fest ok?."
Und ich hielt sie fest. Lange, ausdauernd, immer noch... nur zum Pipi machen ließ ich sie los. Ganz kurz.... weil, hach.. ihr wisst schon:
Die Wahnsinnige an ihrem Ziel: Suchtobjekt No 1


Im übrigen habe ich noch diverse Gewinnspiele laufen, da ich mich in den letzten Wochen zu einer Diablo 3 Gewinnspielschlampe entwickelt habe. Sollte ich widererwarten ein Exemplar gewinnen, dann.. puh. Also irgendwas mach ich dann mit der Version da oben. Vielleicht.

Ps: Aldana#2241

Freitag, 4. Mai 2012

Frauen die Computer spielen...

... machen mittlerweile fast die Hälfte aller Computerspieler aus. Und mit fast die Hälfte meine ich 40%. Nachlesen kann man das zum Beispiel bei der esa hier . Das sind zwar amerikanische Erhebungen, aber die übernehmen wir jetzt einfach mal für ALLE! (bin heute mal wieder aufmüpfig). Also, nachdem alle 40% der Spieler weiblich sind, stellt sich mir und vielleicht auch anderen die Frage, warum sind diese Spielerinnen scheinbar weniger aktiv bezüglich Blogs, Podcasts, Medienkonsum zu Games, besuchen weniger Spielemessen etc. Zumindest stellte mir diese, oder eine ähnliche grob irgendwie aus dem Zusammenhang gerissene Frage, ein freundlicher Podcaster. Der suchte etwas verzweifelt eine arme weibliche Seele, die sich erbarmen würde über ein Spiel zu podcasten.

Da sich keine andere fand Aufgrund meiner überwältigenden Eloquenz wurde ich trotzdem selbstverständlich eingeladen.



Warum mischen Frauen so wenig bei Computerspielthemen mit?
Ich sag euch eins:

Ich weiß es nicht! 
(ich bitte euch, das ist ein Blog, was denn sonst?)


Aber ich habe Vermutungen...

1. These: Frauen spielen mehr Kram.
Kram wäre für mich das ganze Handy und Facebook Zeugs, Farmeramarara hier und CityVille da. Möchte man darüber wirklich mehr in Zeitschriften/Podcasts/Blogs erfahren? Berührt es einen wirklich so sehr, dass man darüber gerne sprechen möchte? Die Antwort ist suggestiv also spare ich sie mir.
Ich meine mich zu erinnern, dass bei den Sims der Spielerinnenanteil sogar bei 60% liegt, vielleicht ließe sich zu diesem Spiel eher die weibliche Mitteilungswut hervorlocken.
Ob dem wirklich so ist, dass Frauen mehr Kram spielen? Bitte her mit den Studien, Interviews und Umfragen! (Kenne keine Links und bin zu faul um länger als 4 Minuten zu suchen freue mich über Infos)

2. These: Frauen konsumieren, Männer agieren
Allein die These macht schon wütend oder? Immer diese blöden Spaltungen, Männer sind ja so und so und Frauen sind ja so und so. Die augenscheinlichen Geschlechterdifferenzen können sicherlich nicht im inneren Wesenskern des Menschen festgemacht werden, dafür sind die Unterschiede zwischen Gesellschaften, Kulturen und den einzelnen Generationen einfach zu groß. Natürlich gibt es einige biologische Unterschiede, die sich zwangsläufig auch auf das Verhalten auswirken wie z.B. der Hormonspiegel, der sich bezüglich Testosteron auf der einen Seite und PMS auf der anderen Seite einfach nicht schönreden lässt. Echt nicht... Lässt Testosteron also Männer podcasten? Natürlich quatsch. Ich glaube dennoch, dass Männer in Bezug auf ihren Medienkonsum (TV+Spiele) mehr agieren, sprich Rezensionen verfassen und sich untereinander austauschen, aber das liegt sicher nicht im Wesen "des Mannes" oder "der Frau" (oder glaubt ihr, Männer haben ein größeres Mitteilungsbedürfnis?), sondern an der Sperrigkeit der Kommunikationsmedien. Führt mich zu These 3, in der das Internet die Schuld hat.

3. These: Internet ist schuld.
a) Privatheit
Simpel: die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mann wegen seines Blogs und der Veröffentlichung seines Profilfotos blöd angemacht wird, ist einfach geringer. Frauen (wüste Behauptung) gehen viel sensibler mit ihren privaten Daten um. Die Hemmschwelle einen Blog einzurichten ist größer. Stark anonymisierte Blogs hingegen kommen bei weitem nicht so gut an, wie Blogs mit echten "Profilen".
b) Grüppchen
Auch am Internet geht die Grüppchenbildung nicht vorbei. Twitter, Facebook, Blogs, oftmals sind es immer die selben, die Kommentare posten und mitmischen. Dann wiederrum die selben, die die Artikel verfassen und wieder von den selben kommentiert werden. "Mann + ~2 Frauen" kennen sich untereinander, gehen auch mal auf den anderen ein, etc. Ich gehe einfach mal von meinem sehr begrenzten Wissen bezüglich Gamingseiten aus. Ich recherchiere nicht stundenlang im Internet nach neuen Seiten/Blogs und informiere mich auch nicht stündlich über die Blogger- oder Podcastszene. Habe da so meine paar Lieblinge, beobachte aber auf allen Seiten die selben Phänomene. Ich denke die Hemmschwelle da einfach mitzumischen ist groß. Man merkt das "Eingeschworene" an jeder Ecke. Bei den Podcastern oft die selben in wechselnden Zusammensetzungen, zwar wird schon regelmäßig jemand neues eingeladen, aber dass es eine Frau ist, ist wie in diesem löblichen Fall wirklich sehr selten (nehme Beweise für das Gegenteil sehr gerne entgegen). Ich attestiere jetzt einfach Männern im großen und ganzen eine geringere Hemmschwelle bezüglich "auf neue Menschen zugehen" als Frauen. (übrigens hier ein interessanter Artikel von Antje Schrupp "Das Märchen von den schüchternen Frauen") Ich denke dennoch, die Männer haben es unter Männern einfacher, ihren Senf abzugeben als Frauen. Selbst ich, als im Wesen zwar wirklich schüchterne Person, bei bestimmten Themen aber überraschend extrovertierte Labertasche, habe da arge Schwierigkeiten.
c) Anmachproblematik
Heute mal aus der anderen Perspektive: Stelle es mir für einen Mann schwer vor, auf eine Frau zuzugehen und zu sagen: "Ah, du interessiert dich für Games, kannst du was? Dann schreib mal was, sag mal was, erzähl doch mal." Einfach aus dem Grunde, weil SIE denken könnte, sie wird vielleicht schräg von der Seite angemacht. Und was mag die Freundin dieses armen Tors denken? "Baggert der da etwa Tussies an?" Vielleicht (!) nicht immer einfach.
Und die Frauenperspektive? Sehe ich weniger Probleme, aber bin da auch wirklich abgehärtet mit den Jahren. Bin keine 20 mehr, verheiratet, habe Familie und meine MMO Zeiten sind vorbei. Als ich 2000 mit MMO´s angefangen habe, war es wirklich noch etwas "schlimmer".Wie es für eine 20 jährige wohl jetzt sein muss? Bist du 20 und weiblich, schreib mir mal wie das so ist :)
d) Trollgefahr
(no more words)

4. These: Frauen haben auch andere Hobbies
Vielleicht die Hauptthese? Ich glaube, Frauen spielen weniger exzessiv, interessieren sich neben der Ballerei auch für anderes. Oder von wie vielen Mädels im Teeniealter habt ihr gehört, die sich regelmäßig (!) untereinander treffen um bei der Kumpelin COD oder xyz zu spielen? Glaube es scheitert auch allein daran, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ihre beste Freundin Battlefield 3 spielt, einfach geringer ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie lieber shoppen geht als Hobby, ist größer. Und das hat nichts damit zu tun, dass Frauen weniger leidenschaftlich spielen würden! Auch ich bin nachts um 4 Uhr aufgestanden um Hibernia zu verteidigen oder blindlings in Midgard in meinen digitalen Tod zu rennen. Aber, ich muss danach nicht stundenlang in Foren sitzen und darüber debatieren, weil in der Zeit bin ich vielleicht im Kino, bin einkaufen, und freue mich einfach auf den nächsten Nachtraid. In MMOs, in denen die Frauenquote auch wirklich hoch ist, sind die ganzen verrückten die nachts noch grinden und leveln und machen und tun: Männer. Sie betreiben es viel exzessiver, angetrieben durch den Konkurrenzgedanken? Durch Ehrgeiz? Sucht? (Irgendwann mal wirklich eine Studie gelesen, die Männern größere Suchtanfällig für Computerspiele attestierte.) Wüste Theorien, ich habe keine Ahnung!

Um die letzte These zusammenzufassen: Ich glaube, Männer spielen Videospiele. Frauen spielen AUCH Videospiele. Habe mich auch gefragt, wie hoch wohl der Leseranteil von Frauen bei Computerspielzeitschriften wie Gamestar ist. Habe per Twitter bei GS mal kurz angefragt, aber leider gar keine Antwort bekommen. Ob sie es nicht wissen oder einfach nicht sagen wollen: Keine Ahnung. Schade, auch hier war ich zu faul freue ich mich über Infos! :) Vermute einfach mal, dass der prozentuale Frauenanteil geringer ist, als der tatsächliche Spielerinnenanteil von 40%. Wobei es hier auch noch interessant wäre zu unterscheiden zwischen den Käuferinnen und den Mitleserinnen, die bei Papa oder Mann/Freund einfach mal mit reinlesen in eine Computerzeitschrift. Auch ich habe mal als Mitleserin, hach damals noch Amiga Joker (erinnert sich jemand an die "Postkarten"?), angefangen.

Im übrigen habe ich den Eindruck, dass die wenigen Bloggerinnen und Redakteurinnen krampfthaft versuchen sich NICHT von den Männern abzuheben. Aus Angst vor mangelndem Respekt? Warum auch immer, aber ich find es ist eine vergebene Chance. Rezensionen/Kolumnen/etc. könnten so auch mal aus einem anderen Blickwinkel geschrieben werden.  (Eigenes Thema, artikelwürdig)

Hach und Ach, es gäbe so viel mehr dazu zu sagen, bin nur nicht sicher, ob selbst ich das Lesen wollen würde! :)

Nachtrag 06.05.12: Mir wurde per Twitter zugetragen, dass Gamersglobal gestern eine Userumfrage veröffentlicht hat. Interessant für mich ist natürlich der Anteil der Gamersgloballeserinnen und der liegt sage und schreibe bei 3%. Autsch. GG hin oder her, ich selbst lese die Seite nicht, aber 3% sind wirklich sehr dürftig! Einerseits erstaunlich, andererseits auch traurig, dass so wenig Frauen an der Gestaltung gamesbezogener Inhalte teilnehmen, denn nur so können sie auch ihre Interessen vertreten. Wo kein Kläger, da kein Richter. Leider auch bezogen auf extremen Sexismus in Spielen, um mal ein Beispiel zu nennen. 

ENDE!

Disclaimer: Wie ihr unschwer gemerkt habt, handelt es sich hierbei um wilde (Verschwörungs-)Theorien, meine offenen Gefühle und Gedanken. Habe versucht etwas zu systematisieren und bin doch gescheitert. Habe noch einige Thesen mehr, aber langsam artet das aus.
PS: Solltest du dich an dem Wörtchen "ich" in Blogs stören...
PPS: Mein Lieblingsblog ist übrigens Polyneux.




Mittwoch, 18. April 2012

Auch wenn...

... ich in der S-Bahn in mein Smartphone versinke. Auch wenn ich in der S-Bahn wenig von meinen Sitznachbarn sehe. Auch wenn ich in der S-Bahn lieber Podcasts höre als meinen Nebenmann. Auch wenn ich in der S-Bahn lieber googlegefilterte Nachrichten lese, als die Zeit...

... auch wenn das alles so ist, so macht es Dich, lieber Zeitungsleser, noch lange nicht besser, denn ich nehme keine 2 QUADRATMETER PLATZ weg mit meinem "aufgeklapptem" Smartphone!

aus aktuellem Anlass